🌬️ Beaufort-Skala: Wie man Windstärke an Segeln und Bäumen misst

Admiral Beaufort erfand 1805 eine Windskala ohne Messgerät – anhand der Segel eines Kriegsschiffs. Von Windstille (0) bis Orkan (12), mit Umrechnung in km/h.

🌬️ Von der Windstille zum Orkan in 13 Stufen

Die Beaufort-Skala misst Windstärke nicht in Zahlen vom Messgerät, sondern an ihren Auswirkungen: Wie bewegen sich Blätter, Äste, Wellen? Admiral Francis Beaufort entwickelte sie 1805 für die britische Marine – damals gab es keine Anemometer, und Seeleute brauchten eine verlässliche Sprache für den Wind.

⛵ Ursprünglich an Segeln festgemacht

Beauforts geniale Idee: Er definierte jede Stufe danach, wie viel Segel ein Kriegsschiff bei diesem Wind setzen konnte. Stärke 0 bedeutete Flaute (Segel hängen schlaff), Stärke 12 vollen Orkan (kein Segel hält stand). Später übertrug man die Skala auf Land – erkennbar an Rauch, Bäumen und Dächern.

  • 0 Bft – Windstille (< 1 km/h), Rauch steigt senkrecht
  • 3 Bft – schwache Brise (12–19 km/h), Blätter bewegen sich
  • 6 Bft – starker Wind (39–49 km/h), Regenschirme schwer zu halten
  • 8 Bft – stürmischer Wind (62–74 km/h), Zweige brechen ab
  • 10 Bft – schwerer Sturm (89–102 km/h), Bäume entwurzelt
  • 12 Bft – Orkan (> 117 km/h), schwere Verwüstung

🔢 Die Formel hinter der Skala

Die Beaufort-Zahl lässt sich näherungsweise in Windgeschwindigkeit umrechnen: v ≈ 0,836 × B^1,5 (in m/s). Wichtig ist, dass die Skala nicht linear ist – jede Stufe deckt einen größeren Geschwindigkeitsbereich ab als die vorige. Der Sprung von 11 auf 12 bedeutet deutlich mehr als der von 1 auf 2.

🌪️ Beaufort heute: erweitert und bewährt

Die ursprüngliche Skala endete bei 12. Für tropische Wirbelstürme wurde sie zeitweise bis 17 erweitert, doch international gilt meist die klassische 0–12-Einteilung. Trotz moderner Anemometer bleibt Beaufort populär – besonders in der Seefahrt und im Wetterbericht, weil die anschaulichen Beschreibungen jedem ein Gefühl für die Lage geben.

💡 Faustregel für See: Ab Windstärke 6 spricht man von „starkem Wind", ab 8 von „Sturm", ab 10 von „schwerem Sturm" und ab 12 vom „Orkan". Diese Begriffe hört man bis heute in jedem Seewetterbericht.

❓ Häufige Fragen

Wie viele Stufen hat die Beaufort-Skala?

Die klassische Skala reicht von 0 (Windstille) bis 12 (Orkan), umfasst also 13 Stufen. Für tropische Wirbelstürme wurde sie zeitweise bis 17 erweitert, international gilt aber meist 0–12.

Ab welcher Windstärke wird es ein Sturm?

Ab Windstärke 8 (62–74 km/h) spricht man von einem „stürmischen Wind" bzw. Sturm. Ab Stufe 10 ist es ein schwerer Sturm, ab Stufe 12 ein Orkan mit über 117 km/h.

Warum misst man Wind in Beaufort statt km/h?

Beaufort beschreibt die sichtbaren Auswirkungen des Windes und braucht kein Messgerät. Das ist besonders auf See praktisch und gibt jedem sofort ein anschauliches Gefühl für die Stärke des Windes.

Wer hat die Beaufort-Skala erfunden?

Der britische Admiral Francis Beaufort entwickelte sie 1805. Er definierte jede Stufe danach, wie viel Segel ein Kriegsschiff bei dem jeweiligen Wind noch setzen konnte.